Fernzugriff

Verbinden Sie sich aus der Ferne mit Endpunkten, per sicherer Bildschirmfreigabe und Terminalzugriff.

Überblick

Mit dem Fernzugriff in Xcellerate RMM übernehmen Sie den Desktop eines Endpunkts oder öffnen eine Terminalsitzung — direkt aus der Weboberfläche, ohne VPN oder zusätzliche Software auf Technikerseite. Sitzungen sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt und werden für Audit- und Compliance-Zwecke protokolliert.

Das Modul unterstützt drei Verbindungsarten: Bildschirmfreigabe (Desktop anzeigen und steuern), Remote-Terminal (PowerShell- bzw. Bash-Shell) und Dateiübertragung (Dateien per Drag-and-drop zwischen Ihrem Rechner und dem Endpunkt verschieben).

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Eine Remote-Desktop-Sitzung mit dem Bildschirm des Endpunkts in der Weboberfläche

Wichtige Begriffe

  • Bildschirmfreigabe — Echtzeit-Übertragung des Desktops des Endpunkts. Sie können zusehen sowie Maus und Tastatur steuern. Unterstützt Endpunkte mit mehreren Monitoren.
  • Remote-Terminal — eine browserbasierte Shell (PowerShell unter Windows, Bash unter Linux/macOS), die auf dem Endpunkt läuft. Befehle werden standardmäßig mit SYSTEM-Rechten ausgeführt.
  • Dateiübertragung — Dateien von Ihrem Rechner auf den Endpunkt hochladen oder vom Endpunkt herunterladen, über ein Drag-and-drop-Panel neben der Remote-Sitzung.
  • Unbeaufsichtigter Zugriff — Verbindung zu Endpunkten, auch wenn kein Benutzer angemeldet ist. Der Agent baut die Verbindung ohne Zutun des Endbenutzers auf.
  • Beaufsichtigter Zugriff — der Endbenutzer sieht eine Abfrage, in der er die Remote-Sitzung genehmigen muss. Verwenden Sie diesen Modus für Support-Situationen direkt mit dem Benutzer.
  • Sitzungsaufzeichnung — Remote-Sitzungen optional für Audit- oder Schulungszwecke aufzeichnen. Aufzeichnungen werden auf dem Server gespeichert.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1

Bildschirmfreigabe starten

Öffnen Sie die Detailseite des Endpunkts und klicken Sie auf Remote access → Screen sharing. Ein neuer Tab mit dem Live-Desktop öffnet sich. Über die Symbolleiste oben synchronisieren Sie die Zwischenablage, wechseln zwischen Monitoren und passen die Anzeigeskalierung an.

2

Remote-Terminal öffnen

Klicken Sie auf der Detailseite des Endpunkts auf Remote access → Terminal. Eine browserbasierte Shell öffnet sich. Geben Sie Befehle ein, als säßen Sie vor dem Gerät. Die Ausgabe wird in Echtzeit übertragen.

3

Dateien übertragen

Klicken Sie während einer aktiven Bildschirmfreigabe oder Terminalsitzung in der Symbolleiste auf das Symbol File transfer. Das Panel zeigt links das Dateisystem des Endpunkts und rechts eine Ablagezone. Ziehen Sie Dateien zwischen den beiden Seiten hin und her.

4

Beaufsichtigten oder unbeaufsichtigten Zugriff konfigurieren

Öffnen Sie Administration → System settings → Remote access. Legen Sie den Standardmodus fest (beaufsichtigt oder unbeaufsichtigt) und passen Sie den Text der Zustimmungsabfrage für Endbenutzer an. Sie können auch abweichende Einstellungen pro Gruppe festlegen.

5

Sitzungsverlauf prüfen

Öffnen Sie Remote access → Session log. Jeder Eintrag zeigt Techniker, Endpunkt, Dauer, Verbindungsart und einen Link zur Aufzeichnung (falls aktiviert).

Das Dateiübertragungs-Panel mit dem Dateisystem des Endpunkts und der Drag-and-drop-Zone

Tipps und Best Practices

  • Verwenden Sie den beaufsichtigten Modus, wenn der Endbenutzer anwesend ist — das schafft Vertrauen und vermeidet überraschende Sitzungen.
  • Verringern Sie bei langsamen Verbindungen die Anzeigequalität, um die Latenz zu senken.
  • Aktivieren Sie die Sitzungsaufzeichnung in Umgebungen mit hohen Compliance-Anforderungen (Gesundheitswesen, Finanzwesen) — Aufzeichnungen liefern einen Prüfpfad.
  • Nutzen Sie für schnelle Diagnosebefehle das Remote-Terminal statt einer vollständigen Bildschirmfreigabe — es benötigt deutlich weniger Bandbreite.
  • Richten Sie in den Systemeinstellungen ein Zeitlimit für inaktive Sitzungen ein, damit vergessene Sitzungen automatisch geschlossen werden.
Fernzugriff erfordert eine aktive Verbindung des Agents zum Server. Ist der Endpunkt offline, können Sie eine „connect back“-Anfrage in die Warteschlange stellen, die ausgelöst wird, sobald sich der Agent wieder meldet.